Abbildung © AURORA, 2025
Workshop #03: »The Work of Art in the Age of Artificial Intelligence«
Worum geht es: Dieser Workshop betrachtet künstliche Intelligenz nicht als neutrales Werkzeug, sondern als ein System, das die Art, wie Kunst, Kultur und Kulturerbe produziert, verbreitet und bewertet werden, grundlegend verändert – ein System, das spezifische Geschichten, Hierarchien und wirtschaftliche Interessen in sich trägt. Mit der künstlerischen Praxis als zentralem Untersuchungsfeld analysiert der Workshop, wie KI-Systeme historische Ungleichheiten und kulturelle Archive verinnerlichen – und wie künstlerische Strategien hier eingreifen können. Vanessa Garcia (S A V V Y Contemporary) führt die Teilnehmenden durch kritische Inputs, kollektive Übungen und von Praktiker:innen geleitete Sitzungen, die von der Analyse zur Praxis führen. Christoph Holtmann (HTW Berlin) wird anwesend sein, um technologische Fragen zu beantworten. Alle Teilnehmenden sind herzlich eingeladen, ihre eigenen Erfahrungen und Fragen in die Diskussion einzubringen.
Zielgruppe: Die Freie Kulturszene und kleinere Unternehmen der Kreativwirtschaft in Berlin (keine Vorkenntnisse erforderlich)
Workshopleitung: Vanessa Garcia (S A V V Y Contemporary)
Veranstaltungsort: S A V V Y Contemporary e.V., Reinickendorfer Str. 17, 13347 Berlin (Wedding). Google Maps
Zeit: 20. Mai 2026, 10:00 – 16:00 Uhr
Sprache: Englisch (Fragen in anderen Sprachen sind immer willkommen)
Anmeldung: Bitte senden Sie eine kurze E-Mail mit einem Link zu Ihrer Website oder Ihrem Portfolio an hi-iuno@htw-berlin.de.
Gebühr: Gratis dank der EFRE-Förderung im Rahmen des Programms „Stärkung des Innovationspotenzials in der Kultur III“ (INP-III).
Programm
10:00
Arrival
Doors Open
Registration and refreshments.
10:15
Welcome
Includes an overview of S A V V Y’s ethos from Lynhan Balatbat-Helbock (S A V V Y Contemporary), an introduction to Project IUNO at HTW Berlin and the origins of this collaboration from Maja Stark (Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin), and a short introduction round for all participants.
10:30
Threshold
Individual writing exercise. A guided exercise anchoring participants in their own relationship to language, authorship, and technology.
11:00
Session 01:
Entanglement
A collective introduction to the conditions, consequences, and politics of AI — beginning not with definitions, but with our understanding of ourselves within these systems.
A guided survey of participants‘ existing relationships to digital platforms and AI tools, and an open discussion.
12:00
Session 02:
Disruption
A collective exercise drawing on poetic practice, decolonial theory, and hands-on technological literacy, this session proposes the cultural practitioner as both analyst and saboteur.
13:00
Pause
Lunch Break
14:00
Session 03:
Exposure
From language as intelligence to the systems that deploy it. The critical input grounds the workshop’s questions in the histories, hierarchies, and cultural consequences that precede any specific tool, followed by open discussion.
15:00
Session 04:
Reconstruction
| Working across the conceptual and the technical, this session posits resistance not as refusal but as reconstruction. Vanessa Garcia presents artistic strategies as intervention through concrete cases; Christoph Holtmann will be present to discuss technological questions — exploring what creative and technological autonomy can look like outside the major AI platforms. |
16:00 (latest)
Landing
End
The workshop closes not with answers but with questions — yours and ours, held open.
16:15 +
Connections
| Participants are welcome to stay and continue connections and conversations at the S A V V Y library as well as engage with the S A V V Y Pillars. |

Über Vanessa Garcia
Vanessa Garcia ist eine in Berlin lebende Kuratorin, Kunstmanagerin und Kulturstrategin, deren Arbeit sich mit den Schnittstellen von Kunst, Technologie und kritischer Theorie auseinandersetzt. Im Mittelpunkt ihrer Praxis stehen Rituale, Materialität und das Archiv als kuratorische Methoden; dabei untersucht sie, wie Technologie und digitale Systeme Sichtbarkeit, Arbeit und Urheberschaft beeinflussen und neu gestalten. In ihrer Arbeit erforscht sie diasporische Identität und Erinnerung, die Politik von Technologie und kultureller Produktion sowie die intimen Verflechtungen zwischen dem Körper und den Systemen, die ihn zunehmend vermitteln. Ausgehend von pluriversalen Perspektiven betrachtet sie Kuratieren als Mittel zum Aufbau von Gemeinschaften über geografische und zeitliche Grenzen hinweg – als kollektive Orte der Wissensproduktion und damit der Macht.
Neben ihrer kuratorischen Arbeit mit Institutionen wie S A V V Y Contemporary entwickelt sie praxisorientierte und forschungsbasierte Formate. Sie bedient sich interdisziplinärer Methoden, die digitale Medien, Forschung und plattformbasierte Projekte umfassen, und behandelt Technologie als Material, Werkzeug und Gegenstand kritischer Untersuchung.


