Abbildung © AURORA, 2025
Glossar
Hier entsteht ein wachsendes Glossar mit allen Begrifflichkeiten, die wir im Laufe des IUNO-Projektes so verwenden – und bei denen vielleicht nicht immer allen klar ist, was sie genau bedeuten. Über eine kurze Mail an hi-iuno@htw-berlin.de könnt Ihr auch selbst neue Begriffe für das Glossar vorschlagen.
ComfyUI
ComfyUI ist ein kostenloses Programm, mit dem du Bilder, Videos oder Sound mithilfe von Künstlicher Intelligenz erzeugst. Statt nur zu prompten baust du dir deinen Arbeitsablauf selbst und hast damit mehr Kontrolle über individuelle Parameter: Auf einer Arbeitsfläche setzt du Bausteine (z. B. „Modell wählen“, „Beschreibung eingeben“, „Bild erzeugen“) und verbindest sie mit Linien, ähnlich wie bei einem Schaltplan (Stichwort node-based programming). So siehst du bei jedem Schritt, was passiert, und kannst gezielt eingreifen, ausprobieren, Abläufe speichern und mit anderen teilen.
ComfyUI läuft auf deinem eigenen Rechner. Deine Arbeiten und Modelle bleiben also bei dir. Dabei entscheidest du selbst, welche KI-Modelle du verwendest. Der Einstieg braucht etwas Geduld und einen Computer mit leistungsfähiger Grafikkarte – dafür bekommst du viel gestalterische Kontrolle.
ComfyUI wurde 2023 von einem Entwickler unter dem Pseudonym comfyanonymous gestartet und wird heute von der US-amerikanischen Organisation Comfy Org weiterentwickelt. Eine große Community steuert zusätzlich eigene Erweiterungen bei.
LoRA
Eine LoRA (Abkürzung für Low-Rank Adaptation) ist eine Art Plug-in, mit dem du ein KI-Bildmodell auf einen bestimmten Stil, eine Figur oder ein Motiv trainieren kannst. Das große Grundmodell bleibt dabei unverändert.
Trainiert wird eine LoRA mit einer überschaubaren Anzahl an Beispielbildern, oft reichen einige Dutzend. Danach lässt sie sich zum Beispiel in Programmen wie ComfyUI zuschalten und in der Stärke regeln. So entstehen Bilder, die zu einer eigenen Handschrift, einer Werkreihe oder einem Corporate Design passen. Im Kulturbereich ist das besonders interessant, weil es Kunstschaffenden ermöglicht, eigene Arbeiten als Grundlage zu nutzen statt dem Mainstream gängiger KI-Modelle zu folgen.
Das Verfahren wurde 2021 von Forschenden bei Microsoft entwickelt, ursprünglich für Textmodelle. Als Weiterentwicklung einer offenen Community wird es aktuell vor allem für Bildgeneratoren genutzt.

